Ein Lernprogramm ist dann adaptiv, wenn es sich an das Vorwissen, die Informationsverarbeitungskapazität, die Lernfähigkeiten und auch an die Präferenzen des Lerners anpassen kann. Beispielsweise kann dadurch die Bearbeitungszeit für die Erreichung der Lernziele individuell viel stärker variieren, als bei anderen Lernprogrammen. Lerner mit mehr Vorwissen, bewegen sich schneller durch das Lernprogramm, weil sie nur diejenigen Inhalte präsentiert bekommen, die für sie wirklich relevant sind. Es gibt also nicht einen vorgegebenen Weg durch das Lernprogramm, sonder viele verschiedene Lernwege und Optionen. Möglich wird dies durch die Auswertung der Interaktionen des Lerners. Beispiel: Wird eine Multiple-Choice-Aufgabe richtig gelöst, werden danach andere Inhalte präsentiert, wie wenn die Aufgabe falsch beantwortet wurde. Es ist klar, dass der Entwicklungsaufwand für adaptives E-Learning sehr hoch ist. Dass sich der Aufwand dennoch lohnen kann, wird in diesem Video der University of New South Wales (Sydney, Australien) geschildert.