Bedingungsloses Grundeinkommen und Bildung
11
Feb
von Antonio Anta Brink - Kategorie: Erziehung, Gesellschaft, Politik
Im Zusammenhang mit einer Bundestags-Petition der Tagesmutter Susanne Wiest, wird derzeit wieder das bedingungslose Grundeinkommen zum Thema. Das Für und Wider eines bedingungslossen Grundeinkommens wird meist im Zusammenhang mit Wirtschaft, Steuern und Finanzen diskutiert. Aber wie würde sich ein bedingungsloses Grundeinkommen auf die Bildung einer Gesellschaft auswirken? Ich stelle hier mal ein paar Hypothesen auf:
Mögliche Vorteile:
- Eltern hätten wieder mehr Zeit für die Erziehung ihrer Kinder.
- Lehrer könnten sich mehr um die Bildung als um die Erziehung der Schüler kümmern.
- Der von der PISA-Studie belegte starke Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg würde sich mindern.
- Die Arbeit der vielen ehrenamtlich in der Bildung tätigen Personen, würde auf eine wirtschaftliche Grundlage gestellt werden und könnte zunehmen.
Mögliche Nachteile:
- Die Motivation für eine gute Schulbildung könnte sinken, weil die spätere Erwerbstätigkeit keine unbedingte Notwendigkeit mehr wäre.
1 Kommentar
Carl Jaegert
12|Feb|2009 1Bei einer solchen normativen Frage zur Zukunft unserer Gesellschaft – wie es ein Bedingungsloses Grundeinkommen wäre – ist es absurd, die Diskussion über diese Idee mit Wirtschaft, Steuern und Finanzen anzufangen oder sie darauf zu beschränken.
Natürlich muss sie erst einmal unter kulturellen Fragen besprochen werden (“Wie wollen wir leben?”). Und dazu gehört ganz emninet auch Bildung. Wie wirkt sich Grundeinkommen auf den zu Bildenden aus? Wie wirkt sich Grundeinkommen auf das Schulwesen und dessen Freit insgesamt aus? Und solche Frage müssen auch nach dem Ende der Petiutiosmitzeichnung weiter gestellt und besprochen werden.
Carl Jaegert – kunstuni.de
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