Am 20. Oktober 2008 war der Start des deutschen Nationalen Bildungspanel (National Educational Panel Study, NEPS). Es handelt sich um eine Langzeitstudie mit rund 60.000 Teilnehmern. Ab 2010 werden etwa 150 Forscher aus den Bereichen Demografie, Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Statistik und Volkswirtschaft Daten zu folgenden Themen erheben und analysieren:

  • Kompetenzentwicklung im Lebenslauf
  • Bildungsprozesse in lebenslaufspezifischen Lernumwelten
  • Soziale Ungleichheit und Bildungsentscheidungen im Lebenslauf
  • Bildungserwerb mit Migrationshintergrund im Lebenslauf
  • Bildungsrenditen im Lebenslauf

Die Erhebungen finden in verschiedenen Lebensabschnitten der Probanden statt:

  • Kindergartenalter (4 Jahre)
  • Nach Abschluss der Grundschule (10 Jahre)
  • Vor dem Ende der Schulbildung (15 Jahre)
  • Studienanfang (nach der Hochschulreife)
  • Nach Abschluss der Ausbildung (23-64 Jahre)

Langzeitstudien sind die ideale Grundlage für anspruchsvolle Analysen. Letztendlich sollen damit auch die verantwortlichen Bildungspolitiker informiert werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist der wichtigste Geldgeber der Studie.

Es bleibt zu hoffen, dass in Deutschland in Sachen Bildung nicht nur geforscht wird, was natürlich wichtig ist, sondern auch gehandelt wird. Zum Beispiel wird die Wichtigkeit von Ganztagsschulen und Qualitätskontrollen zwar zunehmend anerkannt, aber die praktische Umsetzung verläuft sehr schleppend. Will man erst einmal in Ruhe die Ergebnisse dieser Langzeitstudie abwarten?