19 Jun
von Antonio Anta Brink - Kategorie: Erziehung, Frühbildung, Gesellschaft, Politik
Am 17.06.2009 wurde in der ARD die Sendung “Hart aber fair: Zweiklassen-Gesellschaft schon im Kindergarten?” ausgestrahlt. Hintergrund sind die Forderungen und Streiks von deutschen Erzieherinnen in den letzten Wochen. Es geht dabei um höhere Entlohnung und bessere Gesundheitsvorsorge. In einem Filmbeitrag der Sendung wird der Lohn einer ungelernten Tätigkeit bei der Müllabfuhr dem Lohn einer gelernten Erzieherin im Kindergarten gegenüber gestellt: Während bei der Müllabfuhr 2′595 Euro verdient werden, sind es im kommunalen Kindergarten nur 2′130 Euro. Dazu kommen noch veraltete oder fehlende Ausstattungen in vielen Kindertagesstätten. Vor allem in Städten gibt es Kindergärten, wo kaum mehr ein Kind Deutsch als Muttersprache spricht. Dies alles führt zu einem wachsenden Angebot an privaten Betreuungsangeboten, die sich an einer finanzkräftigen Elternklientel orientieren. Geboten wird dort eine gezielte Frühförderung, z. B. englischsprachige Lerninhalte. Gehirn- und Lernforscher Prof. Manfred Spitzer nimmt eine recht kritische Haltung zu rein kognitiven Fördermassnahmen ein, die dem Kind zu wenig Zeit für Musse und Spiel lassen. Seine Argumente:
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