Am 21.6.2009 wurde in SWR2 der Radiobeitrag “Chemisches Neuronentraining – Die Gefahren des Gehirndoping” von Dr. Ralph Schumacher, Kognitionswissenschaftler an der ETH  Zürich, gesendet. Er gibt einen Überblick über den derzeitigen Stand der Forschung zum Thema Neuromodulation: Die Beeinflussung von Lernleistungen mittels pharmakologischer oder technischer Interventionen. Er geht dabei auf die folgenden Substanzen bzw. technischen Interventionen ein:

  • Ginkopräparate
  • Methylphenidat
  • Donepezil
  • Modafinil
  • Levodopa
  • Gleichstrom

Entgegen den Versprechungen der Werbung und den Hoffnungen der schon heute zahlreichen Anwendern von Gehirndoping, konstatiert Schumacher in seinem Fazit, dass es

“… keine wissenschaftlich belegte pharmakologische oder technische Intervention gibt, die sich zum Gehirndoping eignen würde.”

Er empfieht statt dessen die Anwendung von Methoden der psychologischen Lehr- und Lernforschung, deren hohe Effektivität zweifelsfrei nachgewiesen wurden. Zum Beispiel:

  • Konstruktion von Selbsterklärungen: Erklärungen, die man für sich selber entwickelt, um sich einen Sachverhalt verständlich zu machen.
  • Organisation von Wissen anhand von problemlösungsorientierten Kriterien.