19 Aug
von Antonio Anta Brink - Kategorie: E-Learning, Gesellschaft, Politik, Schule
Die US-amerikanische Non-Profit-Organisation OLPC (One Laptop per Child) hat zusammen mit dem Massachusetts Institute of Technology und verschiedenen Hard- und Softwareunternehmen den XO-Laptop (100-Dollar-Laptop), einen kostengünstigen, portablen Computer entwickelt.

Foto: One Laptop per Child
Der XO-Laptop basiert auf einem AMD-Prozessor und dem Open-Source-Betriebssystem Linux. Die Hardware ermöglicht den Aufbau eines Funknetzwerkes (WLAN) ohne das zusätzliche Hardware (Router) notwendig ist. Viel Wert wurde auf hohe Energieeffizienz gelegt. Ist kein Strom aus der Steckdose vorhanden, kann der Akku über eine zusätzliche Handkurbel aufgeladen werden.
Neben eigens entwickelter Anwendungs-Software (Textbearbeitung, Grafikerstellung, Mediaplayer usw.) gibt es eine Reihe von Lernmaterialien. OLPC stellt die seit Projektstart im Jahr 2005 entwickelte Software der Allgemeinheit uneingeschränkt und kostenlos zur Verfügung (Open Source).
Neben der Verbesserung der Schulbildung zielt das Projekts langfristig darauf, die wachsende “digitale Kluft” der Industrieländer gegenüber den Entwicklungs- und Schwellenländern zu schließen. Durch seinen geringen Preis soll der XO-Laptop möglichst allen Bevölkerungsschichten den Zugang in das Internet und zu E-Learning erlauben.
Bis jetzt wurden über 540′000 XO-Laptops ausgeliefert. Vor allem in lateinamerikanischen Ländern wie Uruguay, Peru, Mexico usw. werden in den Schulen sehr viele XO-Laptops eingesetzt. Für einen vermehrten Einsatz in Afrika und Asien müsste wohl der Preis noch weiter sinken.
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