24 Jan
von Antonio Anta Brink - Kategorie: Hochschule, Weiterbildung
Ein Ziel der Bologna-Reform war es, mit dem Bachelorabschluss in den Beruf einzusteigen und später per berufsbegleitender Weiterbildung ein Masterstudium abzuschliessen. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat jetzt ermittelt, dass in Deutschland nur jeder achte Masterstudiengang als Weiterbildung ausgelegt ist. Der Anteil spezieller weiterbildender Masterstudiengänge am gesamten Masterangebot variiert in den 16 Bundesländern zwischen 3% und 21%. Berlin liegt vorn mit einem Anteil von 21,45% weiterbildender Masterstudiengänge, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 19,71%. Kaum weiterbildende Masterangebote gibt es dagegen in Thüringen (3,6%) und Schleswig-Holstein (2,98%).
Eine Ursache liegt wohl in der geringeren Nachfrage, aufgrund der unterschiedlichen Finanzierung. Vollzeit-Masterstudiengänge, die direkt nach Abschluss eines Bachelorstudiengangs starten, werden überwiegend vom Steuerzahler finanziert. Dagegen muss ein Weiterbildungs-Masterstudiengang vom Studenten selbst finanziert werden.
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