Jugendliche oder junge Erwachsene, die aus verschiedenen Gründen keinen Einstieg in ein langfristiges Arbeitsverhältnis gefunden haben und von staatlicher Unterstützung abhängig sind, haben grosse Mühe sich aus dieser Abhängigkeit zu lösen. Welche Hindernisse stehen dem zum Beispiel entgegen? Ein problematisches Elternhaus oder privates Umfeld, mangelndes Selbstbewusstsein, fehlende Disziplin, geringe Sozialkompetenz, psychische Probleme und noch vieles mehr.

Ein interessanter Ansatz um dieser Zielgruppe einen Ausweg aus der Misere zu bieten, sind Projekte, die über Tanz- und Theaterarbeit ein Vielzahl von Kompetenzen vermitteln:

  • Gewöhnung an einen geregelten Tagesablauf
  • Erkennen der eigenen Ressourcen
  • Erwerb von handwerklichen, kreativen, technischen oder organisatorischen Fähigkeiten
  • Übung von Teamarbeit
  • Setzen und Erreichen von kurz- bis langfristigen Zielen
  • Gewinn von Selbstbewusstsein z.B. über erfolgreiche öffentliche Darbietungen
  • Entwicklung einer Motivation aus sich selbst heraus

Natürlich geht diese Entwicklung nicht ohne Reibung und Probleme “über die Bühne”. Gerade am Anfang sind viele Widerstände bei den Jungendlichen zu überwinden, bis sich erste Erfolge einstellen und dies auch für die Zielgruppe offenbar wird. Dies liegt an Verhaltensweisen und Rollenmustern, die sich über lange Zeit verfestigt haben. Wichtig ist deshalb eine langfristige Perspektive eines solchen Projekts. Aus meiner Sicht wäre es zusätzlich wünschenswert, wenn diese kreative Form des “Forderns und Förderns” mit Projektarbeit schon in der Schule einsetzen würde.

Hier sind ein paar Links zu solchen Projekten (auf Anfrage können weitere Links aufgenommen werden):

Andaba A – Theater Tanz Werkstatt

hiphopera – ein Projekt der Volkshilfe Wien

Theaterzirkus Primero Paso