Die Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung SKBF|CSRE hat Anfang Februar den Bildungsbericht Schweiz 2010 vorgestellt. Der Bericht enthält eine Fülle von Daten. Besonders interessant sind die langfristigen Entwicklungstrends. Zum Beispiel zeigen sich beim Bildungsniveau der Migranten signifikante Veränderungen. Während bis in die 90er Jahre ca. 60% der zuziehenden Migranten keine Berufsausbildung hatten und nur um die 10% über einen Hochschulabschluss verfügten, hat sich das Bild seit 2000 gewandelt. Zwischen 2005 und 2007 konnten rund 60% der neuen Migranten einen tertiären Bildungsabschluss nachweisen, was etwa doppelt so hoch ist wie bei der einheimischen Schweizer Bevölkerung. Wobei dieser Sachverhalt durch die unterschiedlichen Schulsysteme relativiert werden muss. So werden im Ausland viele Berufsausbildungen über ein Hochschulstudium vermittelt, während vergleichbare Berufsausbildungen in der Schweiz über eine Lehre erworben werden.